Max Bachmann hat seine Ausbildung erfolgreich beendet und genießt ein Work-andTravel-Jahr am anderen Ende der Welt.

Roadtrip zum Kalbari Nationalpark
Entlang der Straßen verändert sich das Landschaftsbild ständig.
Viele Unterschiede sieht man wenn man doch mal 1-2 Wochen am Stück fährt.
In Australien auch wieder spezieller als ich dachte.
Hier gibt es viele unterschiedliche Mietwagenanbieter und Autos : angefangen bei einfachen Mietwagen, kleinen und größeren Vans, Autos mit einem Zelt auf dem Dach bis hin zu riesigen Wohnwagen und Wohnmobilen.
Privat haben sich ein paar Leute sogar ältere Busse umgebaut um mehr Platz und Komfort bei solchen Reisen zu haben.
Meine Freundin aus der Schule, die in Adelaide als Au Pair arbeitet, besuchte mich Perth.
Ich zeigte ihr die Stadt und wir erkundeten die Umgebung. Gut 6 Tage hatten wir noch Zeit und haben beschlossen ein kleinen Roadtrip zu unternehmen.
Von Perth zum Kalbarri-Nationalpark und wieder zurück.
Hin und Zurück waren es knapp 1300km auf dem direktem Weg.
Wir mieteten uns ein Auto mit einem Top Tent und starteten sofort als wir getankt und eingekauft hatten.
Die darauf folgenden Tage wurden nicht gerade mit den gesündesten und abwechslungsreichsten Lebensmitteln geplant.
Auf der Einkaufsliste stand viel Wasser, Fertignudeln, Toast, Erdnussbutter, Schokocreme, Cornflakes, Milch, Tütensuppe, etwas Obst und jede Menge Snacks.
Mit der App CamperMate, konnten wir uns eine Offline-Karte installieren die auch in abgelegenen Regionen funktionerte, wenn der Empfang mal weniger bis kaum da war.
Sehr praktisch waren auch die weiteren Inhalte dieser Karte: Campingplätze von Hochwertig bis kostenfrei, Toiletten, Duschen, Aussichtspunkte, Sehenswürdigkeiten, Tankstellen und Supermärkte waren mit auf der Karte eingezeichnet.
Die Campingplätze können sich deutlich unterscheiden.
Es gab welche mit Miethäusern oder Wohnungen, mit Pool und eigenem Restaurant oder aber auch kostenfreie Campingplätze wo meist einfache Biotoiletten vorhanden sind.
Alle Arten haben allerdings Ihre Vorteile.
Unsere erste Aufgabe bestand darin, aus der Stadt zu kommen und das richtige navigieren in die richtige Richtung.
Die einfache Google-Maps Karte aus dem Handy zeigte mir die weiter führende Straße am Ozean nicht an.
Am Ziel angekommen fand ich jedoch heraus das diese weiter geführt hätte und wir somit ein Umweg von ca. 30 km gefahren sind.
Lancelin war unser Ziel  das wir nach knapp 180 km erreicht hatten. Wir übernachteten an einem Campingplatz mit kleiner Küche und Bad direkt am Meer.
Jetzt kam der große Moment: das Zelt aufzuschlagen. Die Vermieterin meinte es ist einfach und geht schnell.
Nach 10 Minuten halten, stellen und ziehen, stand dann ein Zelt auf unseren Dach.
Ein kleiner Spaziergang am Strand, das ausprobieren des Gaskochers und das verspeisen unserer „fertig Nudeln“ beendete den Tag.
Auf dem Campingplatz war nicht viel los, nur in der daneben liegenden Kneipe kamen ein paar Dauercamper die schon um 21 Uhr nach Hause gingen, weil diese dann schon schloss.
Für uns ging es dann nach dem aufräumen auch schon zeitig zum schlafen ins Zelt.
Recht gut erholt und ohne weitere Vorkommnisse starteten wir den Tag mit Cornflakes und Toast.
Nachdem wir unser Zelt zusammen falteten ging es auch schon weiter. Bei jedem Auf- und Zusammenbauen wurden wir besser und es ging schneller.
Entlang der nächsten Tage besuchten wir Aussichtspunkte die entweder ausgeschildert waren oder wir in der App gefunden hatten.
Manchmal eine weite Aussicht auf eine im Hinterland liegende Seen- Sumpflandschaft oder ein kleiner rast Platz direkt am Strand.
Das Highlight des zweiten Tages war der Nambung-Nationalpark in dem sich die Pinnacleswüste befindet, karge Felsformationen aus Sandstein die nur in einem bestimmten Gebiet verteilt sind.
Es ist ein tolles Farbspiel vom Gelben Sand und Gestein bei den Pinnacles, ringsherum grüne Büsche, weiße Dünnen und ein strahlend blauer Himmel.
Um noch weiter vorran zukommen sind wir an diesem Tag ca 330 km gefahren, da wir am Vortag zu wenig km zurück gelegt hatten.
In der näheren Umgebung lag kein Ort also suchten wir uns ein Campingplatz direkt am Meer aus, der etwas abseits des Indian Ocean Drives lag.
Überraschenderweise haben relativ viele andere auch diesem Ort gefunden.
Ein traumhafter Strand mitten im nichts und ein verträumter Campingplatz mit Biotoilette, hinter dem ein kleiner Hügel mit Aussichtspunkt lag, von dem wir Aussicht auf das Camp und das Meer beim Sonnenuntergang hatten.
Die Sonne verschwand und der Mond und die Sterne begannen zu strahlen.
Die Lichter des nächsten Ortes, die Milchstraße und die uns bekannten Sternbilder konnten wir perfekt von hier aus beobachten.
Am nächsten morgen klopfte eine Möwe am Aluminiumdeckel des Zeltes um uns zu wecken.
Mit warmen Sonnenstrahlen verabschiedeten wir uns von diesem kleinen Ort und machten uns auf den Weg zumKalbarri-Nationalpark.
Die Hauptattraktion ist eine aus Überresten von ausgewaschenen Steinschichten übrig gebliebenes Fenster.
Eine kleine Ähnlichkeit zum Grand Canyon, viele braun und rot Töne die man im ausgewachsen Flusstal sieht.
Mehrere Stops im Nationalpark laden zum erkunden und wandern ein.
Hier wird darauf hingewiesen immer reichlich Trinkwasser dabei zu haben, da es hier in den Sommermonate bis zu 50 Grad heiß werden kann.
Nach einem kurzen Besuch am Pink Leak, ein Salz See der bei guter Sonneneinstrahlung kräftig pink leuchtet, kamen wir im nächsten Camp an.
Als wir den National Park verlassen haben, traten wir den Rückweg an.
Das Hauptziel hatten wir geschafft und nahmen uns nun viel Zeit für weitere Aussichtspunkte, Strände und Orte.
Der Ort Kalbari, der direkt am Meer liegt ist verhältnismäßig groß im Gegenteil zu den anderen umliegenden Orten.
Der Murchison River der die Schluchten geformte hatte, fliest hier ins Meer.
Dadurch vergrößerte sich die Strandlänge und man hat auch direkt am Fluss einen schönen Strand und Türkisblaues Wasser.
Gefühlt aller 50 km kam eine kleine Ausfahrt in Richtung Küste. Viele Küstenabschnitte besuchten wir und spazierten entlang des Strandes.
Meistens waren kaum bis wenig Leute an diesen Plätzen. Also hatte man praktisch  einen Kilometer langen Strand nur für sich allein.
Meistens sind Picknicktische und ein Grill direkt vor ort.
Eine Nacht haben wir im kleinen Ort Horrocks übernachtet und danach die Stadt Geraldton besucht die ein größeren Haffen hat, da hier eine Zeit lang das abgetragene Material aus den Mienen verschifft wurde.
Entlang der Strandpromenade wurde alles noch einmal mit Bildern und Berichten in Erinnerung gerufen.
Wir nahmen uns lange Zeit um uns die Stadt und die danach kommende Gegend anzuschauen und sind zum Schlafen in Cervantes gelandet.
Die Dame an der Rezeption teilte uns mit, dass in der Nacht Windböen von bis zu 50 km pro Stunde die Küste treffen werden.
Liebevoller Weise teilte sie uns einen Platz am anderen Ende des Campingplatzes zu wo es ein wenig windstiller sein sollte.
Cervantes liegt ebenso an einer kleinen Flussmündung. Durch den Wind und die Strömung entstanden kleine Dünen und breite Strände.
Dadurch wurde der Strand am Fluss so breit und fest das man mit dem Auto drauf fahren kann.
Von einer anderen Perspektive aus gesehen sieht es so aus, als ob ein Auto im Wasser schwimmt.
Die Nacht begann relativ normal, lecker Fertignudeln und als Nachtisch ein paar Cornflakes, das Zelt war zuvor schnell aufgebaut.
Wir aßen im Auto da es draußen kühl und windig war. Später gingen wir hoch ins Zelt.
Gegen 2 Uhr Nachts erreichte der Sturm die Küste und den kleinen verschlafenen, im dunkeln liegenden Ort.
Der Wind kam durch jede kleine Ritze des Zeltes, dadurch wurde es sehr kalt und zügig. Dazu kam das unangenehme wackeln des Autos und des Zeltes.
Erst ein paar Minuten später ging ich runter ins Auto um dort zu schlafen und machte es mir halbwegs auf dem Beifahrersitz bequem.
Am nächsten morgen, leicht verspannt und müde gingen wir den neuen Tag eher langsam an.
Wir besuchten einen kleinen See namens Lake Thetis, der im Ort liegt. Dieser See hat so seine Geheimnisse.
In diesem See befinden sich lebende Fossilen die schon vor 3500 Jahren ihren Ursprung hier hatten.
Ein kleiner 1 km langer Weg führt um ihn herum und erklärt die Entstehung und Gesichte dieses Sees.
Der nächste Ausflugspunkt war der Kangoro Point.
Er war nicht weit entfernt vom See und direkt am Strand gelegen.
Zuerst waren wir enttäuscht, da wir nichts erspähen konnten,doch plötzlich sahen wir sie, Kängurus in freier Wildbahn, mit aufmerksamen und neugierigem Blicken beobachteten Sie uns.
Sie haben sich gut im Busch versteckt und waren so schwer sichtbar.
Auf den Straßen ist ab 17 Uhr bis 7 Uhr morgens Känguru-Zeit.
Zu dieser Zeit sind die Tiere sehr aktiv und auch schwer in der Dunkelheit zu sehen.
Ab und zu sieht man leider auch ein angefahrenes Tier.
Ein weiters Tierisches Erlebnis hatten wir als wir quer durch einen National Park fuhren, ein großer, aus dem nichts kommender Emu lief vor uns über die Straße und verschwand im Dickicht der Büsche.
Ich war sehr überrascht das doch einige Tiere in der Nähe der Straße lebten.
Und von nun an achtete ich mehr auf die Landschaften um vllt doch noch das eine oder andere Tier zu erspähen.
Wir erreichten unser letztes Nachtlager in Guilderton.
Große Sanddünen schützten das Camp an manchen stellen vor Wind. Wir stellten uns direkt an die Düne um kein weiteres Mal durchgeschüttelt zu werden.
Direkt auf dieser Düne stand ein großer Pavillon als Aussichtspunkt von dem wir mal wieder den wunderschönen Sonnenuntergang genießen konnten.
Nachts kamen Füchse die Dünen hinunter geschlichen um das Camp nach essen abzusuchen.
Man hat sie entweder durch ihre leuchtenden Augen sehen können oder durch ihre quiekend-kreischende Geräusche hören können.
Und so schnell gingen die 6 Tage dann auch schon vorbei.
Ein letztes Mal nach Perth navigieren und den geliebten Mietwagen wieder in der Station abgegeben.
Im Zug verabschiedeten wir uns und unsere einzelnen Abenteuer gingen weiter.
Es sind die kleinen Dinge die diesen kleinen Trip so besonders machten: der strahlende Sternhimmel, tolle Strände, die Sonnenuntergänge und die ganzen kleinen Stories.
Es war mein erster Roadtrip in Australien, es werden bestimmt noch paar hinzu kommen!
Bis Bald, euer Max!

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