Max Bachmann hat seine Ausbildung erfolgreich beendet und genießt ein Work-andTravel-Jahr am anderen Ende der Welt.

Roadtrip von Perth nach Melbourne

Viele schönen Momente habe ich in Fremantle und Perth erlebt. Zu schnell ist die Zeit vergangen. Auch reisen ist ein Teil von Bewegung. Neues und für einen noch unbekanntes entdecken.

Schweren Herzens verabschiedete ich mich von meinen Freunden und machte mich auf mit meinen Roadtrip-Gefährten auf den Weg. Hier ist es einfach und geht schnell jemanden zu finden mit dem man Reisen kann. Über Kontakte im Hostel oder SocialMedia findet sich schnell jemand, der sich für die gleiche Route interressiert, da viele Reisende unterwegs sind und manche meist auch noch einen Platz im Auto frei haben.

Anfangs war ich voller Demut und etwas traurig das ich Fremantle verlassen muss, jedoch überstieg die Vorfreude und Begeisterung etwas neues zu erleben und zu sehen das ganze. Wir waren in einem älteren Ford Falcon unterwegs und besorgten uns zuvor in unterschiedlichen Läden Campingausrüstung, Gaskocher und Lebensmittel für die längere Reise.
Eine Woche zuvor hatten wir uns zusammen gesetzt und geplant wie viele Tage wir unterwegs sein wollen und was wir uns auf dem Weg alles anschauen könnten. Um vieles und auch kleinere sehenswerte Orte auf dieser Tour zu sehen, hätte man auch über einen Monat unterwegs sein können.

Wir fuhren von Fremantle aus nach Melbourne. Mein Ziel war Apollo Bay bei der Great Ocean Road. Es liegt auf dem Weg nach Melbourne, wo wir sowieso Freunde besuchen wollten die wir in Fremantle kennen gelernt haben.
Einfach losfahren, es dauerte nicht lange bis wir aus der Stadt raus waren. Wir zogen an den Vororten vorbei und dann an der Südküste entlang.

Nun zu meinen besten Erlebnissen die ich auf dieser Tour gemacht habe:

Im Südwesten Australiens gibt es eine Region mit mehreren Höhlen und Gängen nicht weit von der Küste. Wir besuchten die Giant Cave, eine Höhle die man selbst erkunden und bestaunen kann. Wir wurden mit Helm, Taschen- und Stirnlampe ausgestattet um uns dann auf den Weg in die Höhle zu machen. Innen angekommen gibt es kein weiteres Licht außer das der Taschenlampen. Ein wahnsinns aber auch zugleich leicht gruseliges Erlebnis. Ich war zuvor noch nie an einem so dunklen und stillen Ort gewesen. Mit einigen Kletter- und Steigpassagen bewegt man sich langsam immer mehr in die Tiefe der Höhle. Auf der Spur nach dem Weg, suchten wir wie Indiana Jones nach dem Ausgang.

Ein Besuch im Glucester Tree Lookout war definitiv eines der besten Erlebnisse die ich auf dieser Tour gemacht habe. Wir sind in der großen Waldregion in Südwesten Australiens, wo einige Bäume weit die der anderen überragen . Als wir ankamen war jeder von uns leicht geschockt und ich dazu auch noch ein wenig nervös. Der Aussichtspunkt auf dem Baum befindet sich in 53 Meter Höhe und wird durch eine wendelförmige Treppe aus Bolzen die in den Baum eingeschlagen worden genutzt. Weitere Sicherungen waren nur ein stabiles Stahlnetz hinter und vor den Bolzen. Oben Schwindelfrei angekommen genießt man einen tollen Ausblick über einen Teil der großen Waldregion. Das war total atemberaubend!

Greens Pool und Elephant Rocks sind wohl eine der berüchtigsten Postkartenmotive von Western Australia. Ein puderzuckerweißer Sandstrand der von riesigen großen Steinen und Felsen umgeben ist. Die Felsen schützen den Pool vor großen Wellen und lassen ein seichtes Becken entstehen. Auf dem runden Felsmassiv liegen sich Sonnen mit Blick auf den Green Pool der in leuchtenden Türkisfarben erstrahlt.
Die Elephant Rocks sind eine Bucht weiter und haben ihren Namen wegen den großen grau-braunen runden Felsen. Genauso ruhig,mit traumhaft weißem Sandstrand und blau leuchtenden Wasser eine magischer Ort zum bleiben.

Den besten Campingplatz den wir hatten war bei Shelly Beach. Ein einzigartiger Strand und Ort zugleich. Ca. eine halbe Stunde von der Hauptstraße entfernt kommt man am Ende über eine Schotterpiste Bergauf- und ab zum Shelly Beach. Den Tipp, gerade auf diesen Campingplatz zu fahren, gab uns ein Ranger aus einem Camp in einem National Park.
Im Hintergrund liegen die hohen Hügel, die total mit dichten Grün bedeckt sind und auf der anderen Seite liegt der goldgelbe Sand mit seinem tiefblauen klaren Wasser. Man könnte meinen die Landschaft stammt aus einem Jurassic Park Film. Am nächsten morgen gingen wir zum Frühschwimmen ans andere Ende der Bucht, da dort die Wellen nicht so hoch waren. Klarstes Wasser und umgeben von toller Landschaft, idyllischer geht es kaum.

Bei Esprance gibt es den Great Ocean Drive, eine Straße die zurück zur Stadt führt. Entlang dem Pink Lake und tollen Ausblicken bei vielen Stopps direkt and der Küste.
Wir blieben etwas länger an einem Strand und machten unsere erste schlimme Erfahrung, doch im nachhinein können wir schon wieder drüber lachen. Wir kletterten über die großen Felsen am Strand um weiter die Gegend und den Ausblick zu erkunden.
Dabei viel unser Autoschlüssel in einen 10 cm breiten fast 2 m tiefen Felsspalt. Glücklicherweise ist der Schlüssel auf etwas Müll gefallen und somit nicht noch tiefer in den Spalt gerutscht. Mit Stöcken versuchten wir an den Schlüssel heranzukommen waren jedoch eher zurück haltend da wir ihn nicht noch tiefer ins verderben schieben wollten.
Nachdem wir absolout keinen Erfolg hatten, versuchten wir Hilfe über den australischen ADAC und Hilfeserviceagenturen bei Problemen mit dem Auto zu holen. Diese waren entweder nicht zuständig für unser Gebiet oder nicht erreichbar.
Glücklicherweise hatte ich mein Fenster offen gelassen in das gerade so meine Hand hineinpasste. Nach 10 Minuten drücken und bewegen der Fensterscheibe versuchte ich mit meinem Tshirt als verlängerten Arm an die Kurbel des Fenster zugelangen. Glücklicherweise ging das Fenster weit genug runter das ich meinen ganzen Arm hinein stecken konnte um das Auto zu öffnen. Mit dem Ersatzschlüssel fuhren wir zum nächsten Angelladen um uns Hacken und Tape zu besorgen und den Schlüssel so aus der Spalte zu Fischen. Nach ca. 1,5 Stunden hatten wir denn Schlüssel zurück der eigentlich schon so gut wie verloren war.

Lucky Bay ist eines der paradiesischsten Orte in Australien. Strahlend weißer Sand, türkis blaues Wasser, umgeben von den Armen der großen Bucht. Um nicht alles schleppen zu müssen kann man mit dem richtigen Fahrzeug und richtigen Ausrüstung auf den Strand fahren.
Das tollste hier sind die Kangaroos die zum Strand kommen um sich in den Dünen und im Sand zu kullern und zu dösen.
Ein langer Strandspaziergang rundete alles noch mehr ab. Wenn man frühzeitig reserviert kann man an sehr beliebten Campingplatz nahe zum Strand übernachten und für längere Zeit den Sonnenauf- und Untergang in der Bucht genießen.

Eine Tour die noch so viele auch kleinere Details hat, machten diesen für mich ersten großen Roadtrip so besonders.

Bis Bald, Max!

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